Stürme vom Ausmass des Orkans 'Lothar' haben natürlich auch eine internationale Dimension. Nach einem sehr grossen, länderübergreifenden Sturmereignis stellen der Zeitdruck und die beschränkten Kapazitäten sehr hohe Anforderungen an den Einsatz der verfügbaren Mittel (Aufrüstung, Transport, Verarbeitung), den Holzmarkt und die Arbeitssicherheit, welche z.T. nur durch eine internationale Zusammenarbeit gemeistert werden können. Ein überregionaler Austausch und eine Harmonisierung der verfügbaren Informationen ist daher notwendig.
Ein solcher Erfahrungsaustausch zu den Themenbereichen 'Holzernte' und 'Rundholzlagerung' soll durch das europäische Projekt 'STODAFOR' erzielt werden, welches als 'Concerted Action' im Programm 'Quality of Life and Management of Living Resources' im 5. Forschungsrahmenprogramm der EU gestartet wurde. 16 Partner aus 10 Ländern (A, CH, D, DK, E, F, IT, N, PT, UK) sind unter der Leitung des CTBA (Centre Technique du Bois et de l'Ameublement) in Paris daran beteiligt.
Das Projekt bezweckt die europaweite Sammlung, Auswertung und Dokumentation der vorhandenen und speziell nach den Winterstürmen 1999 gemachten Erfahrungen bezüglich Holzernte und Rundholzlagerung für eine effizientere Bewältigung von zukünftigen Schadensereignissen. Das Projekt betreibt eine eigene Homepage, auf der verschiedene Informationen und Dokumente zu den Projektarbeiten abgerufen werden können (-> http://www.stodafor.org).
Folgende Aufgaben werden bearbeitet (jeweils für Holzernte und Rundholzlagerung):
- Übersicht über verfügbare Methoden und ihre Anwendungsbedingungen
- Identifikation von ungelösten Problemen / offenen Fragen
- Übersicht über laufende Forschungsprojekte
- Empfehlung für zusätzliche Untersuchungen von ungelösten Problemen
- Erarbeitung von Merkblättern und eines Handbuches für die Praxis
- Wissensvermittlung durch Website, Handbuch und Internationale Konferenz
Die Holzabteilung der EMPA kann als Schweizer Vertreter ihre umfangreichen Erfahrungen auf dem Gebiet der Rundholzlagerung und der Holzqualität in dieses europäische Projekt einbringen. Das Projekt ergibt zudem erhebliche Synergien zu den oben aufgeführten nationalen 'Sturmholz'-Projekten. Die Schweizer Beteiligung wird durch das Bundesamt für Bildung und Wissenschaft (BBW) finanziert.
Kontakt: Martin Arnold |