Hirondelle
Die französische Schwalbe steht für ein neues High-Tech-Messgerät «mit scharfem Auge», das die Abteilung Elektronik/Messtechnik mit internationalen Partnern im gleichnamigen EU-Projekt entwickelt hat (Mitfinanzierung durch das BBW). Der Name ergibt sich aus dem Akronym der englischen Projektbezeichnung, die da auf Deutsch heisst: Hochauflösende optische, zerstörungsfreie Beurteilung von elektro-optischen Mikrosystemen der neuesten Generation, z.B. von Lötkontakten, MEMS oder Materialgrenzschichten.
Mess- und Analysetechnik für die Sicherheit
Das Zentrum für Zuverlässigkeitstechnik in der Abteilung Elektronik/Messtechnik verfügt über ein grosses Know-how in Schaden-, Verfügbarkeits- und Zuverlässigkeitsanalysen, führt mit Mikroelektronikfirmen anwendungsorientierte Forschungsprojekte durch und entwickelt spezielle Prüfverfahren und -systeme.
Das jetzt entwickelte Messinstrument HIRONDELLE basiert auf dem optischen Messprinzip der Interferometrie, als Lichtquelle dient eine Infrarot-Laserdiode. Innovative Ideen konnten bei der Entwicklung umgesetzt werden Zum Beispiel wird das Bild des Prüfgegenstandes über mehrere Glasfaserbündel zu einer CCD-Kamera geleitet.
Der Einsatz von HIRONDELLE ist vielseitig: Es überprüft nicht sichtbare Lötkontakte bei integrierten Schaltungen wie BGAs (Ball Grid Arrays), untersucht berührungslos und zerstörungsfrei die Verformung von MEMS (Micro-Electro-Mechanical Systems), bestimmt thermo-mechanische Materialeigenschaften und misst das Alterungsverhalten zur Abschätzung der Restlebensdauer. Es arbeitet in-situ und unter Betriebsbedingungen. Klein, robust und schnell, ist es bereit für den industriellen Einsatz!
Ansprechpartner:
Peter Dias, Tel.: +41 44 823 48 74, E-mail: peter.dias@empa.ch
Dr. Erwin Hack, Tel.: +41 44 823 42 73, E-mail: erwin.hack@empa.ch |